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Sylvester ohne Feuerwerk

Der Sylvestertag fing für uns mit einem echten amerikanischen Frühstück in einem Dinner an. Jetzt weiß ich, warum die immer Ahornsirup auf die Pancakes kippen, nämlich weil die von sich aus eher salzig, auf jeden Fall nich süß, sind und der Ahornsirup war auch nicht so süß, wie der in Deutschland. Die Größe hat mich auch etwas überascht, da die in Deutschland meist handflächengroß sind und nicht pfannkuchengroß, wie die beiden Monster, die ich vor mir fand. Dazu gab es zwei Würstchen und zwei Spiegeleier mit Speck. Die Portion, die wir uns da zusammengestellt haben war somit etwas groß, aber lecker. Man sollte es nur nicht jeden Morgen essen.
Abends um 23 Uhr wurde dann der Fernseher eingeschaltet, um zu gucken, wie die komische Kristallkugel auf dem Times Square sich dann in der letzten Minute absenkt. Eigenes Feuerwerk darf man hier ja nicht abbrennen, somit hab ich mir einiges an Geld und den Weg nach unten gespart. Die Übertragung vom Times Square war aber nicht so toll. Leute, die feiern, dazu Mainstream Unterhaltungsprogramm und am Ende eben eine Kugel, die sich absenkt und eine Anzeige, die dann 2010 anzeigt, worauf hin sich Leute um den Hals fallen und Pärchen anfangen zu knutschen. Und an der Stelle hätte ich zumindest Feuerwerk erwartet. Könnte man ja von den Dächern der Hochhäuser in den Himmel schießen oder über dem Hudson abbrennen und per TV übertragen. Aber es war gar nichts, nur etwas Konfetti. Wir haben dann noch was rumgezappt um zu gucken, ob es auf einem anderen Kanal Feuerwerk gibt, aber wir haben nichts gefunden. Wie soll man denn so die bösen Geister vom letzten Jahr vertreiben (mal angenommen sie haben keine Angst vor sich absenkenden Kristallkugeln)? Das wird der Grund sein, warum es mit den USA bergab geht ;-)
Heute dann noch die letzten Klamotten, die noch fehlten gekauft und dann nen bißchen Schlitten gefahren.
Naja, was die einem hier eben als Schlitten in die Hand drücken… Wir hatten zwei aufgepustete Kunststoffreifen, zwei komische dünne Plasikdinger (-wannen, -bretter, o.ä.), bei denen man mit dem Hintern durch das Plastik eine genaue Untersuchung des Untergrunds machen konnte, und eine Art besseres Styroporbrett. Das ist natürlich jetzt alles etwas abwertend beschrieben, aber es ist einfach nichts im Vergleich zu ein richtigen Schlitten, wie wir ihn als Kinder hatten. Spaß gemacht hat es aber auch so.

Manhatten Ice

Gestern hieß es mal wieder früh aufstehen, da wir ein Zugticket nach New York City ab Albany hatten. Bahnfahren in den USA ist irgendwie sehr anders, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Es war vergleichsweise langsam und ruckelig, aber sonst recht komfortabel. Weitere Details lasse ich hier jetzt mal aus.
Wir kamen also an der Penn Station an und was uns begrüßte war ein richtig eisiger Wind und der erste Blick durch eine Häuserschlucht. Das war schon beeindruckend. Wir haben uns dann erstmal ein Ticket für die Busrundfahrt (bei der man immer wieder aus und zusteigen kann) geholt. Mit dem Bus (im Winter zwar mit Plexiglasdach, aber teilweise doch offen und vor allem unbeheizt) ging es dann von Macy’s bis zum Battery Park. Auf der Fahrt gab es das zu sehen, was mir an New York am besten gefallen hat, nämlich alte Hochhäuser aus Backstein u.ä. In New York stehen wirklich einige schöne Häuser rum.
Beim Battery Park gibt es einen Geheimtip für New York Touristen, nämlich die Staten Island Fähre. Staten Island selbst ist zwar so uninteressant, daß man sich auf der Seite nur den Fährterminal anschaut, während man auf die Fähre zurück wartet, aber die beiden Fahrten bieten einen tollen Blick auf die Skyline von New York und die Freiheitsstatue (letztere aus etwas Entfernung). Und das Beste ist, daß die Fahrt vollkommen kostenlos ist! Und die Wartebereiche und die Fähre selbst waren gut beheizt. Hatte ich schon erwähnt, wie schweinekalt es war?
Weiter ging es wieder mit dem Bus, der in der Nähe des Times Square endete. Auf dem Times Square liefen schon die Vorbereitungen für die Sylvesterfeier (die sich nach den Beschreibungen kein klar denkender Mensch freiwillig antut). Wir huschten kurz zum Aufwärmen ins Hard Rock Café (weil es draußen überall tierisch kalt und windig war) und machten uns auf den Weg mit dem Bus (in dem natürlich auch immer Guides wissenswertes zum Besten gaben) zum Empire State Building.
Für mich trägt diese Gebäude nur noch den Namen “Haus der 1000 Schlangen”. Das Ticket hatten wir zu einem Sonderpreis mit dem Busticket gekauft, mit der Info, daß wir dann nicht an der Kasse Schlange stehen müssen. Als wir da waren merkten wir dann, daß das aber nur eine der Schlangen war. Der unangenehmste Teil war vor dem Gebäude in der Kälte. Der Teil hing aber zum Glück recht flott, obwohl die Schlange hier sogar um eine Hausecke ging. Im Inneren fühlte man sich dann an die Schlangen in Vergnügungsparks erinnert, da man sich schön zwischen Samtbändern entlang schlängelte, bis man dann irgendwann endlich bei der Sicherheitskontrolle war. Dann kam die Schlange an der Kasse, die wir ja umgehen konnten, um uns in die Schlange vor dem Aufzug zum 80. Stock einzureihen. Im 80. Stock hatte man die Wahl entweder ca. 20 Minuten am Aufzug in der Schlange zu stehen oder sechs Etagen per Treppe zu bewältigen. Unsere Wahl fiel natürlich auf letztere Variante. So kamen wir nach ca. zwei Stunden auf der Plattform an und hatten unser Ziel, noch einen Blick bei Tageslicht auf die Stadt werfen zu können, leider verfehlt. Wahrscheinlich hätten wir es geschafft, wenn wir pro Person zusätzlich 25$ für ein Expressticket ausgegeben hätten. Soweit ich das gesehen hab konnten diese Leute in der Tat alle Schlangen umgehen.
Gelohnt hat es sich aber voll und ganz. New York gibt auch (oder vor allem) bei Nacht ein tolles Bild ab, denn Lichter gibt es ja genug. Wie ich hier und da erwähnt hatte war es in Mamhatten kalt und windig. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, daß die Bedingungen dort oben noch extremer waren. Eine Scheibe, die dem Wind besonders ausgesetzt war, war sogar von innen zugefrohren, obwohl es im Innenbereich beheizt war. Aber für die Aussicht und ein paar (hoffentlich) schöne Fotos ging es dann doch ein paar Mal für eine Weile raus. Auf dem Weg nach unten war natürlich an den beiden Aufzügen jeweils wieder Schlange stehen angesagt, was sich aber in Grenzen hielt.
Zu Fuß ging es dann zurück zur Penn Station (die übrigens wie eine größere und nicht besonders hübsche U-Bahnstation wirkt und unter dem Madison Square Garden liegt). Auf dem Weg gingen wir noch kurz durch Macy’s, zum einen weil wir es zumindest mal kurz von innen gesehen haben wollten, und zum anderen weil wir so einen Block in beheizten Räumen zurücklegen konnten. Und wir haben noch einen lokalen McDonalds besucht, da wir uns schon ausrechnen konnten, daß wir erst gegen Mitternach wieder in Herkimer sein werden.

Heute ging es dann noch kurz nach Cooperstown. Das ist ein schönes kleines, und im Winter beschauliches ruhiges, Örtchen an einem See. Im Sommer ist es wohl etwas voller, da sich hier die Baseball Hall of Fame befindet. Die Hall of Fame selber habe ich nicht gesehen, da sie nach den Beschreibungen wohl den Vergleich zu einem Kriegerdenkmal o.ä. zuläßt. Was ich gesehen habe war der Shop hierzu, ein paar Läden mit allem, was man zu dem Thema kaufen und sammeln kann, das älteste Baseballstadion der Vereinigten Staaten und den hübschen Kern des Örtchens, mit einigen schönen Häusern.

Ein ganz normaler Sonntag

Erstmal der Nachtrag: Weihnachten war nicht besonders ereignissreich. Waren noch bei Alex Bruder und haben die Unmengen an Geschenken gesehen, die seine Kinder bekommen haben und abends per Video on Demand noch Kung Fu Panda geguckt. Außerdem haben wir noch die Gift Cards von “Herb” Philipson’s auf den Kopf gehauen und einiges an Klamotten gekauft.
Und was macht man an dem Sonntag nach Weihnachten? Man geht natürlich in die Mall! War auch recht viel los da. Da es noch auf meiner To Do Liste stand sind wir auch bei Wendy’s essen gegangen. Danach ging es da in den Apple Store. Neben dem Kram für mein MacBook hab ich mir dann auch noch ein iPhone ohne Phone (also einen iPod touch) gegönnt. Mit dem Teil tippe ich auch gerade. Ist nen bißchen ungewohnt, aber geht eigentlich ganz gut und außerdem hab ich jetzt endlich wieder Sonderzeichen bzw. Umlaute. Mein Budget für den Urlaub ist jetzt auch schon ausgeschöpft, aber so viel werde ich ja nicht mehr ausgeben.
Morgen geht es mit dem Zug nach New York City, aber da bekommen ich dann Eintritte und so bezahlt. Ich freue mich schon drauf die Stadt zu sehen, auch wenn ich dafür die Niagarafälle nicht sehen werde. Aber da hätte ich mir von Mutter eh nur anhören dürfen, wie furchtbar kalt es doch ist.

I’m the Plow-King

Also erst noch ein kurzer Nachtrag: Wir sind Montag zurueck in die USA geflogen und hatte richtig Glueck, da es am Wochenende in den USA auch Schneestuerme gab und am Sonntag die Fluege von Cancun nach Philadelphia ausgefallen sind. Unsere Maschine flog wohl auch nicht, aber wir wurden auf eine fruehere Maschine umgebucht, die mit der Verspaetung dann ca. zur gleichen Zeit geflogen ist. In Philadelphia hatten wir 4 Stunden aufenthalt, die sich durch eine weitere Verspaetung noch etwas ausdehnten. Also verlief die Rueckreise den Umstaenden entsprechend sehr gut.
Gestern (Dienstag) hatte ich dann Kontakt mit dem amerikanischen Gesundheitssystem, da bei meinem Anruf der Arzt in Berlin mir gegen meine Reisediaroe ein Antibiotikum empfohlen hat. Lief auch alles ganz problemlos. Nur werde ich zumindest morgen am Heiligabend noch Schonkost essen muessen :-( Und ja, bei Alex Eltern wird Heiligabend gefeiert und nicht, wie in den USA ueblich, erst am 25. Dezember.
Die beiden Tage haben wir dann damit verbracht, dass mir Alex Herkimer, Mohawk, Ilion und Utica gezeigt hat und wir schonmal fuer die Kleidungskaeufe nach Weihnachten geguckt haben.

Und jetzt zur Ueberschrift: Alex Eltern haben einen Appartmentkoplex (bzw. inzwischen gehoert er dem Bruder) und der hat einen Parkplatz. Und da es hier oft schneit muss da auch der Schnee geraeumt werden. Dafuer haben sie einen Pickup mit einem Schneepflug dran (ist hier in der Gegend gar nicht mal so unueblich). Und heute nachmittag durfte ich dann auch mal nen paar Bahnen Schnee schieben. Ich glaube das groesste Problem hatte ich mit der Automatikschaltung mit dem Hebel am Lenkrad :-)

Jetzt auf diesem Wege noch allen, die das lesen Frohe Weihnachten. Die, die das nicht lesen haben Pech gehabt :-)

Wetter = Doof

Jetzt bin ich in der Karibik und habe tatsaechlich sowas wie eine Grund mich ueber das Wetter zu beschweren. OK, es ist jammern auf hohem Niveau, aber es war der letzte Urlaubstag. Hier war es heute vergleichsweise kuehl und etwas windig. Das Meer war zwar recht warm, aber der Weg aus dem Meer zum Handtuch waere unschoen geworden. Und auf Jet Ski hatte ich bei dem Wetter auch keine Lust. Der Wind sorgte auch fuer einen gewissen Wellengang, so dass sogar die gelbe Fahne am Strand ausgepackt wurde. Somit fuhren die Katamarane auch nicht.
Ausserdem bin ich jetzt auf Zwieback-Diaet. Das mit dem Durchfall ist doch noch nicht ganz durchgestanden. Ist zwar jetzt etwas doof, aber ich habe keine Lust zu Weihnachten noch auf Schonkost zu sein…

Montezuma?

Naja, ich glaube nicht, dass das, was ich da hatte Montezumas Rache war. Dafuer war es zu harmlos. Sicherheitshalber hab ich aber heute Schonkost gefruehstueckt und bin bis 14:30 erstmal auf meinem Zimmer geblieben und habe viel getrunken. Zum Abendessen gab es auch leichte Kost und es ist wieder alles in Ordnung.
Am Strand war ich heute auch mal kurz. Ist nicht ganz so voll, wie befuerchtet, aber Nachtmittags wird die Musik an dem Strandabschnitt, wo wir waren etwas laut und doof ist sie ohnehin. Wir haben uns auch schon ein paar schoenere Hotels angeschaut, falls wir nochmal wieder kommen.
Heute war es mal etwas bewoelkt und kuehler, so dass das Wasser tatsaechlich mal kuehl war und einem am Strand bei einer Windboehe fast schon kalt werden konnte. Natuerlich nichts im Vergleich zu den Temperaturen, von denen ich aus Deutschland gehoert habe.
Morgen gibt es dann wahrscheinlich wieder ein bisschen Action mit Jet Ski fahren und ner kurzen Tour mit nem Catamaran. Und uebermorgen geht es zurueck in den kalten Bundesstaat New York.

Angekommen im Massentourismus

Heute ging es von Chichén Itzá nach Playa del Carmen.
Den ersten Zwischenstop auf dem weg gab es in Coba. Dort stehen Pyramiden, die noch groesstenteils im Dschungel versteckt sind. Da das Gelaende recht weitlaeufig ist kann man sich fuer 30 Pesos Fahrraeder leihen. Damit ging es dann zu grossen Pyramide, die man sogar besteigen konnte. Die 120 Stufen (alle krum und schief) haben sich aber wirklich gelohnt. Man hatte einen super Blick ueber den Dschungel.
Der naechste Halt war in Tulum. Hier gab es dann ein Kontrastprogramm. Die Anlage war, sagen wir es so, touristisch sehr gut erschlossen. Direkt am Parkplatz gab es ein Besucherzentrum, mit Restaurants, Shops, Subway usw. Die archeologische Anlage selbst war sehr schoen angelegt, aber vollkommen ueberlaufen. Hinter der Pyramide geht es eine Treppe runter zu einem Strand. Laut Reisefuehrer soll der ganz toll sein und ganz feinen Sand haben und ich hab auch mitbekommen, dass wohl Leute nur zum Schwimmen da hin gefahren sind. Ich fand den Strand nicht so toll. Der Sand war auch bei weitem nicht so weich, wie auf Isla Mujeres.
Nach kurzer Fahrt waren wir dann in Playa del Carmen angekommen. Hier machte sich sofort Ernuechterung breit. Das Hotel ist klein, beschaulich und auch an sich ganz schoen gemacht. Aber erstens liegt es an einem Ende (zum Glueck dem etwas ruhigeren) der Hauptflaniermeile der Stadt. Und Zweitens wird das Restaurant gerade umgebaut, was am Tag natuerlich zu einer gewissen Geraeuchschbelaestigung fuehrt. Drittens treffen einige Punkte, die auf der Website an Service aufgefuehrt sind nicht zu. Am Strand war ich selber noch nicht zu Betriebszeit (die Zeit hab ich lieber mit Patti geskypt), aber da sollen die Liegen in sieben Reihen stehen und alles voll sein. Die oben erwaehnte Hauptflaniermeile ist an sich ganz in Ordnung (wenn man es mag). Es gibt einen Haufen Restaurants und Laeden (wobei letztere sich teilweise wiederholen) und das Angebot ist breit gestreut. Von Boutiquen bis zu T-Shirt Laeden und aehnlichem gibt es alles.
Wir ist das ganze hier zu gross und aufgeblasen. Mir war die Isla Mujeres lieber.
Die letzen Tage sollen zum Ausspannen sein, bevor es am Montag zurueck in die USA geht. Kann sein, dass ich also nichts zu berichten habe.

Chichén Itzá

Heute hatten wir richtig Glueck. Erstens war es eher bewoelkt, zweitens waren wir recht frueh dran, was dafuer sorgte, dass noch nicht alles voll mit Touristen war (die meisten kommen mit der Tagesbustour aus Cancun gegen 12 oder 13 Uhr an) und deshalb die Haendler auch noch dabei waren ihre Staende aufzubauen (Es lohnt sich also wirklich ein Hotel in der Naehe zu nehmen und frueh da zu sein.) und drittens haben wir eine Fuehrer genommen, der zwar kein sooo tolles Englisch sprach, aber wir konnten es verstehen und er hat uns viele interessante Dinge erzaehlt. Z.B. die akustischen Effekte, die durch die Architektur hervorgerufen werden. Ich hab natuerlich einige Fotos gemacht.
Danach waren wir bei einer Cenote essen. Das Essen war wie am Vortag eine Platte mit allen moeglichen typisch mexikanischen Gerichten und dazu Tortillas und es war auch wieder sehr gut. In der Cenote waren wir dann aber nicht schwimmen. Dafuer hatten wir auch keine Sachen dabei. Sah aber sehr schoen aus.
Fuer den Abend war dann ein erneuter Besuch der Lichtshow (die im Eintrittspreis ohnehin inbegriffen war) geplant. Aber da es ganz leicht regnete wurden die Kopfhoerer mit der Simultanuebersetzung nicht verliehen, was fuer mich der einzige Grund gewesen waere das nochmal anzuschauen. Also den Abend dann doch am Hotel verbracht und die Gelegenheit ausgenutzt um die beiden Pools noch auszuprobieren, bevor wir morgen weiter reisen.
Das Beste ist mir heute mit dem Rechner hier passiert. Ich wollte Mittags schon kurz online gehen und das WLan wollte absolut nicht funktionieren. Da hab ich dann 20 Pesos gezahlt um 20 Minuten online zu sein. Abends funktionierte es immernoch nicht, aber bei unserem Tischnachbarn (einem Aachener, der seine Schwester in Merida besucht und die Strecke von Cancun nach Merida mit dem Rad zuruecklegt) funktionierte es. Erst etwas spaeter fiehl mir auf, dass die LED, die anzeigt, dass der WLan aktiv ist, nicht leuchtete. Mal eben Fn + F11 gedrueckt und ploetzlich hatte ich Internet (nur war der Akku dann vom Fotos gucken fast leer).

Mérida

Heute waren wir wieder auf der Autopista (da hatte ich mich gestern verschrieben). Noch ein paar Unterschiede: Man darf nur 110 km/h fahren, Tankstellen gibt es nur alle 100-200 km, die Autopista fuehrt durch dichten Jungel, es gibt auf der linken Seite extra Wendemoeglichkeiten, es ist kein Verkehr (wenn man vor und hinter sich zwei Autos sah war das viel) und (was mir auf der Rueckfahrt aufgefallen ist) in den Linien gibt es Reflektoren, das sieht dann aus wie auf einer Landebahn, ist aber in der Nacht sehr hilfreich.
Also heute ging es zum anderen Ende der Autopista, nach Merida. Das ist eine die wichtigste Stadt hier auf der Halbinsel. Die Innenstadt ist im Kolonialstil und an sich ganz schoen. Hab da auch viele Fotos gemacht. Leider sind wir an den grossen alten Villen (auch im Kolonialstil) der Spanier etwas ausserhalb des Zentrums nur vorbei gefahren, deshalb hab ich da keine Fotos.
Unser Fuehrer war der Cousin von Alex Mutter. Der wusste auch, wo man in der Naehe des Zentrums parken kann. Die haben da Parkplaetz in den Hinterhoefen, wo man den Wagenchluessel da lassen muss, damit die den Wagen umsetzen koennen, falls einer dahinter raus will.
Danach ging es dann auf eine Hacienda, wo wir typisch Mexikanisch gegessen haben. Es gab kleine Tortillas, die man in die Hand genommen hat und sich dann von der Platte in der Mitte etwas Fleisch mit Sosse draufgelegt hat. Dazs ganze wurde dann gerollt und kam in den Mund. Schmeckte alles sehr gut.

Nach Chichén Itzá

Heute hiess es packen, denn wir verliesen die Isla Mujeres (mit einem weinenden Auge). Mit der Faehre ging es wieder zum Haupthafen bei Cancun und von dort mit einem bestellten Transport zur Autovermietung am Flughafen.
Da sich Alex Vater die Hotellzone auch nochmal anschauen wollte, fragte er den Fahrer, ob der den Umweg ueber die Hotelzone nehmen koennte. Dieser wirkt aber alles andere als begeistert, bis ihm ein gutes Trinkgeld angeboten wurde. So sahen wir die Hotelzone diesmal in einer Geschwindigkeit, in der man auch in der Lage war etwas zu sehen. Da sind wirklich einige Hotels schoen gemacht. Manche erinnern auch ein bisschen an Las Vegas. Einige sind in Bau, aber bei manchen sieht es auch so aus, als waeren sie im Bau Opfer der Wirtschaftskrise geworden. Die Strassen sind von guter Qualitaet und in der Mitte ist ein Gruenstreifen mit Gras und Palmen. Natuerlich ist er bewaessert. Der Fahrer erzaehlte auf unsere Frage hin, dass das irgendwie recyceltes Wasser ist, was nicht wirklich sauber ist und wenn man sich die Hand nass macht koenne man das auch riechen. Ich musste spontan an das Paerchen denken, was ich vorher geshen hab, dass sich an den Sprinklern die Fuesse abgewaschen hat. Der Fahrer wusste wohl das ein oder andere Interessante zu berichten, aber ich kann leider immernoch kein Spanisch.
Dann gab es Auto mieten auf mexikanisch, also ersten laeuft es anders und zweitens, als man denkt. Das Auto wurde per Internet bei einem US-Anbieter gebucht und an die lokale Vertretung von Europcar vermittelt. Dann sollte ploetzlich eine zusaetzliche Versicherung gezahlt werden. Und waerend Alex Vater innen am Counter diskutierte wurde Alex Mutter draussen ein kostenloses Fruehstueck angeboten, dass irgendwie also Bonus zu dem Auto dazu kommen sollte und das fuer eine Reservierungsgebuer von 20 Dollar, die man aber zurueck bekommt. Als wir und das nachher genau angeguckt haben sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das wahrscheinlich eine Veranstalltung zu Verkauf von Timsharing sein wird. Also 20 Dollar in den Sand gesetzt.
Dann ging es auf die Autostrada, die am besten ausgebaute Strasse in diesem Teil Mexikos. Sie ist vergleichbar mit einer mittleren bis schlechten Autobahn in Deutschlad und ist gebuehrenpflichtig. Aber sie brachte uns (recht) schnell zu unserem Hotel.
Das Hotel ist nicht so gut, wie das vorherige, aber auch weitaus guenstiger. Bei unserem Zimmer bekam ich aber keine WLan Netze angezeigt, deshalb ging ich zu den PCs gegenueber der Rezeption, wo man fuer eine 10 Pesos Muenze 10 Minuten surfen kann (1 Euro = ca. 18 Pesos). Ich gab also 30 Pesos aus um Mails zu checken und Patti und Bruder zu antworten. Erst danach sah ich das Schild, das kostenlosen WLan Zugang fuer Gaeste versprach und das Passwort einhielt. Die Sache ist einfach, dass ich im Restaurant oder am Pool sitzen muss um surfen zu koennen, aber das kann ich noch so gerade verschmerzen :-)
Dann entschieden wir uns dazu an diesem Abend doch noch die Show mit dem beleuchteten Maya Pyramiden zu schauen, da sie einem wohl etwas von der Geschichte naeher bringen soll. Und es ist wohl ganz praktisch das zu wissen, bevor man sich alles den Tag ueber anschaut. Leider haben wir vergessen uns Kopfhoerer mit der englischen Simultanuebersetzung zu holen. So hat Alex Mutter versucht die wichtigsten Sachen zu uebersetzen, aber das war leider sehr bruchstueckhaft. Aber wir werden auf jeden Fall noch mal hingehen, weil es nur 40 Pesos kostet (plus 35 fuer die Uebersetzung). Vll. klappt es sogar, bevor wir uns die Pyramiden uebermorgen am Tag ansehen. Das ganze sah aber auch sehr schoen aus, deshalb hier ein Bild (auch wenn mein Cybershot das nicht so gut einfangen konnte)
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Morgen geht es dann erstmal nach Mérida, der Hauptstadt des Bundesstaats Yucatán.

P.S.: Irgendwie nervt es mich, dass hier im Restaurant die ganze Zeit amerikanische Weihnachtsmusik laeuft.