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Fast vergessene Bequemlichkeit

Ich tue gerade etwas, was ich schon sehr lange nicht mehr getan habe: Ich sitze AN MEINEM SCHREIBTISCH am Laptop.
Heute morgen erinnerte ich mich daran, daß irgendwo unter dem Papierberg an meinem Fenster mal ein Schreibtisch versteckt war. Und es nervte mich langsam immer auf dem Bett zu hocken und zu überlegen, ob ich den Laptop auf den Schoß nehme und wie ich sitzen kann, damit ich abends nicht wieder einen total verspannten Nacken habe. Ich erinnerte mich daran, wie schön es doch war, in einem Schreibtischstuhl zu sitzen und alles auf der richtigen Höhe zu haben…
Also habe ich ne ganze Menge Papier sortiert (das meiste zum Altpapier) und jetzt kann ich tatsächlich meinen Schreibtisch wieder halbwegs nutzen. Ordentlich würde ich ihn zwar noch nicht nennen, aber es ist ein guter Anfang.

Beim Graben habe ich auch die Tastatur und die Maus freigelegt, die an meinen Desktop-PC angeschlossen sind. Wenn ich den die Tage mal neu aufsetze kann ich das MacBook dann endlich einschicken.

Chichén Itzá

Heute hatten wir richtig Glueck. Erstens war es eher bewoelkt, zweitens waren wir recht frueh dran, was dafuer sorgte, dass noch nicht alles voll mit Touristen war (die meisten kommen mit der Tagesbustour aus Cancun gegen 12 oder 13 Uhr an) und deshalb die Haendler auch noch dabei waren ihre Staende aufzubauen (Es lohnt sich also wirklich ein Hotel in der Naehe zu nehmen und frueh da zu sein.) und drittens haben wir eine Fuehrer genommen, der zwar kein sooo tolles Englisch sprach, aber wir konnten es verstehen und er hat uns viele interessante Dinge erzaehlt. Z.B. die akustischen Effekte, die durch die Architektur hervorgerufen werden. Ich hab natuerlich einige Fotos gemacht.
Danach waren wir bei einer Cenote essen. Das Essen war wie am Vortag eine Platte mit allen moeglichen typisch mexikanischen Gerichten und dazu Tortillas und es war auch wieder sehr gut. In der Cenote waren wir dann aber nicht schwimmen. Dafuer hatten wir auch keine Sachen dabei. Sah aber sehr schoen aus.
Fuer den Abend war dann ein erneuter Besuch der Lichtshow (die im Eintrittspreis ohnehin inbegriffen war) geplant. Aber da es ganz leicht regnete wurden die Kopfhoerer mit der Simultanuebersetzung nicht verliehen, was fuer mich der einzige Grund gewesen waere das nochmal anzuschauen. Also den Abend dann doch am Hotel verbracht und die Gelegenheit ausgenutzt um die beiden Pools noch auszuprobieren, bevor wir morgen weiter reisen.
Das Beste ist mir heute mit dem Rechner hier passiert. Ich wollte Mittags schon kurz online gehen und das WLan wollte absolut nicht funktionieren. Da hab ich dann 20 Pesos gezahlt um 20 Minuten online zu sein. Abends funktionierte es immernoch nicht, aber bei unserem Tischnachbarn (einem Aachener, der seine Schwester in Merida besucht und die Strecke von Cancun nach Merida mit dem Rad zuruecklegt) funktionierte es. Erst etwas spaeter fiehl mir auf, dass die LED, die anzeigt, dass der WLan aktiv ist, nicht leuchtete. Mal eben Fn + F11 gedrueckt und ploetzlich hatte ich Internet (nur war der Akku dann vom Fotos gucken fast leer).

Und noch etwas Inselleben

Nach einer unruhigen Nacht (in der Naehe wurde wohl eine Hochzeit mit Techno Mucke gefeiert) waren wir wieder frueh auf und nutzten die Zeit bis zum Fruehstueck, die wir auch noch den Golfwagen hatten, fuer eine kurze Tour zu einer etwas urspruenglicheren Strasse auf der Insel. Danach ging es zu der Stelle, wo sich die Eltern von Alex vor 50 Jahren kennen gelernt haben (der Anlass fuer die Reise, bei der ich Trittbrettfahrer bin).
Das Fruehstueck war heute etwas spaeter, da Besuch erwartet wurde. Alex Mutter hatte Verwandtschaft eingeladen, die sie lange nicht gesehen hatte und Alex eine Schulfreundin aus der deutschen Schule in Mexiko.
Im Anschluss wollten die Verwandten zu einem Ableger vom Garrafón, der wohl weniger Luxus bietet, aber dafuer auch fuer die Einheimischen erschwinglicher ist. Wir sind mit dem Taxi mitgefahren und dann aber doch in den richtigen Garrafón Park gegangen, da wir diese tolle Fahrt an einer Seilbahn machen wollten. Da es schon spaet war mussten wir nur den halben Tag zahlen, aber ich fand es ehrlich gesagt nicht so toll. Das Schnorcheln war nicht so meins. Vll. war das Material auch nicht so toll, auf jeden Fall war meine Brille staendig beschlagen und ich hatte Salzwasser in der Nase. Vom dem, was es zu sehen gab war es ganz OK. Es gab ein Riff und auch einige bunte Fische, aber jetzt auch nix was einen aus den Socken haut. Die Seilbahn ging ueber drei Seile erst an ueber der Felsklippe entlang, dann zu einer Plattform auf dem Meer und dann zurueck zu Ufer. Hab ich auch schon in nem Hochseilgarten gemacht, nur das Ambiente war etwas besonderes. Sonst hat der Park fuer mich nicht viel geboten. Schwimmen konnte man nur in nem Pool, der zwar ein schoenes Panorama hatte, dafuer aber nicht ganz sauber schien. Und Liegen gibt es hier am Strand auch. Der oestlichste Punkt Mexikos gehoert uebrigends auch zu dem Park, kann aber, wie berichtet auch einzeln besucht werden.
Zurueck ging es wieder mit einem Taxi. Was ich ueber Taxis hier gelernt hab: Ein Taxi mit funktionierender Klimaanlage erkennt man an den geschlossenen Fenstern. Und besonders auf der Rueckfahrt hab ich gelernt: Zum gefuellen der Reifen braucht man kein Barometer, das ist an dem Druckluft-Teil naemlich auch nicht dran. Man fuellt einfach und klopft ab und zu dagegen. Und ein Geschwindigkeitshubbel (die es hier sehr oft gibt, weil man sich sonst noch weniger an die Geschwindigkeit halten wuerde) verlangsamt einen Taxifahrer fuer ca. 25-50 m, ein Wagen, der sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung haelt normal nicht mehr als 500 m und bei einem Golfwagen ist es noch mehr vom Verkehr abhaengig, da kann es auch schon mal auf 0 m gehen. Aber diese Studie haette ich etwas besser betreiben koennen, wenn der Tacho des Taxis funktioniert haette, so denke ich nur, dass er zu schnell war.

Und falls Ihr Euch fragt, wo ich die Zeit her nehme so viel zu schrieben. Wir waren heute mal richtig spaet vom Essen zurueck, da wir erst um 6 Uhr (also als es schon richtig dunkel war) gegangen sind. Um * Uhr waren wir fertig und die anderen waren schon vor 9 Uhr im Bett und das war heute alles was spaeter, als an den letzten Tagen. Und ich muss bis 10 Uhr warten, da ich dann meine Medikamente nehme.
Heute wird das mit dem Einschlafen wahrscheinlich wieder nicht so leicht, da der 15. Geburtstag eines Maedchens direkt vor unserem Balkon gefeiert wird. Das ist in Mexiko wohl ein besonderes Ereignis, wo das Maedchen vom Kind zu Fraeulein wird und deshalb wird das gross gefeiert. Aber erstens ist die Musik wenigstens nicht ganz so unertraeglich und es sieht fuer mich auch so aus, als wuerden sie nicht, ganz so lang, wie letzte Nacht (4 Uhr, wie mir gesagt wurde) durchhalten. Aber da kann ich mich auch taeuschen…

Bilder wird es wahrscheinlich nachher in nem Album (ggf. Pixum) geben. Dann muss ich die nicht nachtraeglich in den Text reinwurschteln.

Wenn Verpeiltheit teuer wird

Am Donnerstag hatten wir (Bruder und ich) mal wieder nen Termin in Berlin. Da wir ja in Berlin einige Übernachtungsmöglichkeiten haben flogen wir schon Mittwoch dort hin. Wir hatten auch sehr günstige Flüge bekommen: 80 € für zwei Personen hin und rück.
Am Mittwoch hatten wir dann alle Zeit der Welt und ich habe nach einer Verbindung zum Flughafen geguckt. Beim Benrather Bahnhof angekommen fragte mich Bruder dann, warum ich denn zum falschen Bahnsteig ginge. Ich sagte, daß der Flug doch ab Düsseldorf geht. Mein Bruder meinte, daß der ab Köln/Bonn geht. Leider hatte Bruder recht. Der Automat sagte uns dann auch, daß wir mit der Bahn nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen Köln/Bonn kommen.
Also auf zum Taxistand. Die Fahrt kostet mich viel Nerven, warf mal wieder die Frage auf, wie man, wenn man mit seinem Führerschein sein Geld verdient, die Verkehrsregeln dermaßen mißachten kann (z.B. auf der Autobahn ein Abstand unter einer Wagenlänge) und außerdem kostet der Spaß dann auch noch 75 €. Somit war die Fahrt zum Flughafen fast so teuer wie der hin und Rückflug.
Der Rest verlief dann wenigstens ganz problemlos.

Nobelpreis

Irgendwas läuft falsch im Lande Schweden.

„Mit meinem verbleibenden realisierbaren Vermögen soll auf folgende Weise verfahren werden: das Kapital, das von den Nachlassverwaltern in sichere Wertpapiere realisiert wurde, soll einen Fond bilden, dessen Zinsen jährlich als Preis an diejenigen ausgeteilt werden sollen, die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben.“

Also ich beschwere mich weniger darüber, daß jetzt ein amerikanischer President, der frisch im Amt ist den Friedensnobelpreis bekommen hat. Das kommt dem Grundgedanken Nobels doch recht nahe.
Was mich stört ist Nobelpreis für Physik. OK, es ist verständlich, daß man sich an die Sache mit dem letzten Jahr nicht halten kann, weil sich erst noch zeigen muß, was richtig und wichtig ist. Aber DREIßIG JAHRE??? Dieses Jahr gab es den Nobelpreis für Physik für die Entwicklung des CCD-Chips. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann wurde schon 1970 ein CCD-Sensor gebaut und 1975 gab es die ersten CCD mit ausreichend Pixeln für Fernsehkameras. Und der Siegeszug der Digitalkameras läuft auch schon ein Jahrzehnt und JETZT kommen die Herren auf die Idee, daß man dafür einen Nobelpreis vergeben könnte…
Wie soll man mit einem Preis die Forschung fördern, wenn die Leute, die ihn bekommen schon im Rentenalter sind. Noch schlimmer ist es, daß man das Pech haben kann irgendwann auch mal zu sterben und da der Nobelpreis nicht postum verliehen wird, blieben auf diese Weise einige wichtige Leistungen schon ungeehrt.

Demographischer Wandel

Ich weiß ja, wie es um das Altersspektrum in den Häusern mir gegenüber steht (obwohl sich das in der letzten Zeit etwas gewandelt hat), aber als heute scheinbar eine neue Mietpartei einzog wurde es mir sehr bildlich vor Augen geführt…

Naja, ich habe da nichts gegen. Senioren sind angenehme und ruhige Mieter. Da kann man dann Nachts auch bei offenem Fenster schlafen. Und die Rettungswagen machen Nachts ja das Horn früh genug aus :-)

Demokratie online

Einer sehr hohen Beteiligung kann sich derzeit die “Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009” auf der Seite für ePetitionen des Deutschen Bundestages erfreuen. Wenn ich richtig zurück rechne (läut 6 Wochen bis zum 16.06.), dann ging die Petition erst am Dienstag online und hat jetzt schon die 50.000 Mitzeichner, die für eine öffentliche Anhörung notwendig sind erreicht. Man kann quasi minütlich nachschauen und die Zahl ist wieder gestiegen, deshalb werde ich hier auch keine “aktuelle” Zahl schreiben. Der Server scheint die Zahl an Anfragen nicht gewohnt zu sein :-) Aber in den späteren Stunden ist er ganz Problemlos zu erreichen, sonst ist er mitunter etwas langsam.
Jetzt ist nur noch interessant, wieviele Mitzeichner es am Ende der Mitzeichnungsfrist sein werden und was die Politik daraus macht. Ich hoffe einfach mal, daß diese Stimme nicht ungehört bleibt.

Edit: Für eine Linkliste zu dem Thema verweise ich auf den Blog-Post von S-Man.

Wie ein paar weiße Striche glücklich machen

Vielleicht bin ich einfach etwas zu deutsch, aber mir war es immer ein Dorn im Auge, daß ich regelmäßig sah, daß in der Nähe unserer Tiefgarageneinfahrt eine Feuerwehrzufahrt regelmäßig zugeparkt war.
Es ist jetzt nicht so, als wäre ich davon unmittelbar betroffen. In der Feuerwehrzufahrt zu unserm Haus parkt keiner und wenn da einer stehen würde, dann würde ich sofort das O-Amt anrufen, aber es stört mich einfach.
Eigentlich müßte man sich fast wünschen, daß da mal nen Leiterwagen an das Haus ran muß. Gerade wenn es da brennt sind die Feuerwehrmänner da sehr schmerzfrei, da werden dann Schläuche durch eingeschlagene Autoscheiben gelegt, Scheiben eingeschlagen und das Auto zur Seite geschoben oder gleich der Feuerwehrwagen genommen um das Auto wegzuschieben. Das wäre dem Autobesitzer bestimmt eine Lehre, aber trotzdem würde es wichtige Zeit kosten.
Und vor ein paar Tagen ist es endlich geschehen, eine Firma für Fahrbahnmarkierungen kurvte um unsere Siedlung herum und markierte vor allen Feuerwehrzufahrten die Flächen auf denen nicht geparkt werden darf. Ich weiß nicht, ob die Gagfah dazu gezwungen wurde oder ob das von der Stadt gemacht wurde, aber ich finde es gut.

TheWhite is…


Technician Hardwired for Efficient Warfare, Hazardous Infiltration and Thorough Exploration

Get Your Cyborg Name

Ich dachte ich schließe mich mal an.

via Salid und Jester

Anaesthists Hymn

Habe in Sunmoons Tag dieses lustige Video gefunden und wollte es gleich mal weiter verbreiten: